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Altersforschung in Berlin schreitet voran

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Altersforschung in Berlin schreitet voran

Nach dem großen Erfolg der ersten Berliner Altersstudie fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein weiteres multidisziplinäres Projekt in der Alternsforschung. Ziel der zweiten Berliner Altersstudie (BASE-II) ist es, grundlegende Alterungsprozesse besser zu verstehen und Ursachen von Gesundheit und Krankheit im Alter zu identifizieren. Sprecherin des Projektes ist Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen von der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Der Förderzeitraum von BASE-II ist zunächst auf drei Jahre angesetzt. Insgesamt werden 2.200 Berliner Erwachsene eingehend untersucht. Erhoben werden körperliche, genetische, immunologische, psychologische und sozio-ökonomische Merkmale. Thematisch und personell knüpft BASE-II an die multidisziplinäre Arbeit der ersten Berliner Altersstudie (BASE-I) an. „Das Risiko, ob jemand im Alter gesund bleibt oder krank wird, lässt sich in vielen Fällen beeinflussen, das hat uns schon BASE-I gezeigt. Diese Risikofaktoren wollen wir jetzt mit besseren Methoden genauer in den Blick nehmen", erklärt Prof. Steinhagen-Thiessen, die vor über 20 Jahren zusammen mit dem Alternsforscher Prof. Dr. Paul B. Baltes (MPI für Bildungsforschung) an der Gründung der ersten Studie beteiligt war. Die Daten der 1999 begonnenen ersten Altersstudie wurden in vielen nationalen und internationalen Studien aufgegriffen und haben das Bild des Alterns grundlegend revidiert. Neu gegenüber BASE-I ist die Berücksichtigung einer Kontrollgruppe jüngerer Erwachsener, die es ermöglicht, Entwicklungsverläufe im Alter auf eine jüngere Vergleichsgruppe zu beziehen und später den Übergang dieser Vergleichsgruppe in das mittlere Erwachsenenalter zu verfolgen. Ebenfalls neu ist die systematische Erfassung genetischer und immunologischer Aspekte bei jedem BASE-II-Probanden. Mit Hilfe dieser und zahlreicher anderer, neu erhobener Parameter hoffen die Forscherinnen und Forscher, Unterschiede in Alternsverläufen besser erklären zu können als bisher. Koordiniert wird BASE-II von einer multidisziplinären Leitungsgruppe, der neben Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen auch Prof. Dr. Ulman Lindenberger vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Prof. Dr. Gert G. Wagner vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, Dr. Lars Bertram vom Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik sowie Prof. Dr. Graham Pawelec vom Zentrum für Medizinische Forschung der Universität Tübingen angehören.

Quelle: Charité

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27.01.2012, 07:47 von cz | 38 Aufrufe

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